Wie ein Zyklop!

Die Tür öffnet sich.

Ein Mann setzt sich rein. So groß wie ein Zyklop. Und so schwer wie einer. Denn das Auto geht in die „Federn“. Gefühlter halber Meter. 😉

Der Mann fängt an zu singen. Auf griechisch. Ist wohl ein Grieche. Und offensichtlich betrunken.
„Na toll“ denke ich  mir. „Das kann ja heiter werden“.

„Fahr los“ sagt er.

„Wohin?“ frage ich.

„Zur Teufels Mutter“ sagt er. Das ist ein griechischer Ausdruck der so viel heißt wie „Das ist mir gleich wohin.“

„Nun weiß ich leider nicht wo sie wohnt“ antworte ich ihm.

„Fahr einfach los“ sagt er.

„Das kann ich zwar, doch ein Ziel brauche ich schon“ sage ich ihm.

„Die Votze deiner Mutter“ sagt er zu mir.

„Hör zu mein Freund. Ich habe dich nicht beleidigt. So möchte ich, dass du auch damit aufhörst. Ich frage dich lediglich wohin du möchtest. Und ich möchte dass du mir das sagst sonst kann ich dich nicht fahren. Also wohin soll ich dich fahren?“

„Nach Renningen!“ sagt er dann plötzlich.

„Wohin nach Renningen?“ frage ich.

„Friss Scheiße“ sagt er zu mir.

Ich spüre eine sehr große Anspannung, denn dieser Mensch ist groß, gereizt und unberechnbar, Ich habe Angst im nächsten Moment eine im Geischt zentriert zu bekommen.

„Fahr los du Arsch“ sagt er.

Jetzt ist der Moment gekommen wo mein Bqauch mich warnt. Ich steige aus, gehe um das Taxi herum, mache dir Tür auf und sage zu ihm: „Los, raus aus meinem Taxi. Sofort! Raus.“

Der Mann versucht auszusteigen. Seine Größe und der evtl. Alkohol machen es ihm nicht leicht auszusteigen. Er schafft es dann doch. Knallt die Tür hinter sich zu und lächelst so gekünstelt.

In diesem Moment bin ich richtig erleichtert.

Der Mann geht zum nächsten Taxi. Der Fahrer verriegelt die Tür.

Der mann geht zum dritten Taxi. Auch dieser Taxifahrer verriegelt die Tür von innen.

Der Mann ärgert sich, sichtlich. Und fängt an zu lästern.

Plötzlich sehe ich wie der dritte Taxifahrer dann doch die Tür entriegelt. Der Mann steigt ein und sie fahren weg.

Später erfahre ich, dass dieser Mann bekannt ist und dass er wohl „geistig verwirrt“ ist. Und dass er an diesem Abend auch „dicht“ war bis oben hin.

Das war meiner erste Situation als Taxifahrer in der ich schon ein wenig Angst hatte. Ein wenig viel Angst!

(c) georg mouratidis
Habt ihr auch Geschichten die ihr im Taxi erlebt habt?
Wollt ihr sie auch auf taxiaffair.wordpress.com veröffentlichen?
Egal ob Taxifahrer oder Taxigast!
Schickt sie mir an georg.mouratidis@seiderdubist.de
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