Die Übersetzerin!

00:15

„Ins Hotel Tr…. bitte!“
„In Leonberg gibt es kein Hotel Tr…. Sind Sie sicher, dass es hier in Leonberg ist?“
Die Dame zieht ein Blatt Papier darauf steht die Adresse des Hotels.
„Ah, ok – Warmbronn“

Ich öffne der Dame die Tür  und verstaue danach as Gepäck in den Kofferraum. Denn ers regnet wie aus Kübeln.

„Haben Sie das Wetter hierher mitgrbracht?“ frage ich.
„Nein“ sagt sie. „Ich komme aus Berlin und da war Sonnenschein!“
„Und weshlab haben Sie die Sonne nicht mitgebracht?“

Die Dame hebt die Schultern

„Wird es die nächsten Tage so weiter regnen?“ fragt sie mich.
„Was hätten Sie jetzt gerne für eine Antwort?“ un dich lache dabei.

„Hm“ sagt Sie. „Egal, ich muss die nächsten drei Tage eh arbeiten. Von daher!“

„Sie kommen aus Berlin um hier zu arbeiten?“ frage ich.

„Ja“ sagt sie.

„Darf ich fragen was Sie machen?“

„Ich bin Dolmetscherin“ antwortet sie.

„Ich bin neugierig“ sage ich. „Wenn Sie das nicht möchten, sagen Sie es mir bitte!“

„Nein“ es ist ok.“

„Sind Sie Simulatdolmetscherin?“ frage ich.

„Ja, genau“

„Ich habe mal gehört, dass Simulatndolmetscher immer in die Muttersprache übersetzt wird. Stimmt das?“

„Ja, genau. Das stimmt!“

„Weshalnb ist das so?“

„Naja, weil man glaubt, dass man die Muttersprache eh beherrscht!“

„Aha!“ sage ich. „Ist das denn wirklich so?“

„Nein!“ sagt sie und lacht dabei.

„Und was übersetzen Sie?“

„Englisch ins Französische und auch Französisch ins Englische. Und Deutsch ins Französische!“

„Ah, Englisch in beiden Richtungen!“

„Ja“ sagt sie. „Bei ENglisch kommt ja gar nicht drum rum!“

„Und ist es wirklich simulatn? Ich meine kommen Sie nicht durcheinander. Verpassen Sie nicht etwas?“

„Naja“ sagt Sie „Simulatn bedeutet Sie sind drei Sekunden hinterher!“

„Ah, ok! Und muss man das studieren? Oder wie wird man dann Simultandolmetscher?

„Naja, sie müssen drei Jahre üben. Brauchen aber vorher ein Studium in den jeweiligen Sprachen. Germanistik z.B. Und dann drei Jahre üben üben üben.“

„Ah ok, demnach haben Sie Germanistik studiert?“

„Ja genau! Und danach drei Jahre Übungen!“

„Und wie habe ich mir das so vorzustellen?“

„Naja, Sie kommen in die Kabine und üben eben. Am Anfang zwei bis drei Minuten. Und dann immer mehr und mehr.“

„Ah, ok. Und was übersetzen Sie hier in Warmbronn?“

„Das ist ein kleines Projekt. Ich weiß nicht genau was es ist!“

Wir sind am Hotel angekommen.

„Sind Sie sicher, dass das ihr Hotel ist?“
„Scheinbar“ sagt Sie
„Es ist ja alles dunkel und abgeschlossen!“

Die Dame bezahlt und ich trage ihr Gepäck zur Haustür.

„Die Dame hat gesagt, der Schlüssel befindet sich in einem Briefkasten!“

Sie sucht nach dem Briefkasten, findet ihn und auch den Schlüssel darin.

Sie öffnet die Tür und wir verbschieden uns.

(c) georg mouratidis 
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