Der Abschied von Nikoleta!

Gegen 22:00 klingelt mein Handy.
Ich sehe, dass das Nikoleta ist. Ich hebe ab.
„Rat mal wo ich gerade bin?“ fragt sie mich.
„Weiß ich nicht. In der Wohnung?“
„Ich bin bei der Bahn!“
„Wie meinst du das: ‚Bei der Bahn?'“ frage ich.
„Sonja hat mich rausgeschmissen. Und jetzt bin ich bei der Bahn. Am Bahnhof“
„Aha! sage ich.
„Sie sagte, es sei ihr unangenehm dass die Leute über sie reden, weil ich bei ihr wohne. Und es gibt Leute die wüssten viel zu viel. Weil ich es angeblich rumerzählt habe. Und sie sagte auch, dass sie Nachforschungen über dich gemacht hat, und dass du angeblich einen schlechten Ruf hast. Sie hat mir keine Möglichkeit gegeben etwas dazu zu sagen. Sie hat mir gnz genau die Zeiten aufgezählt wann mein letzter Bus fährt und dass sie mich zum Bahnhof fahren würde. Ja, und jetzt stehe ich hier! George, dass kann doch jemand nicht machen, nur Aufgrund Hörensagen, oder?“

„Und was machst du jetzt?“ frage ich sie.
„Ich fahre jetzt zu meinem Ex nach Karlsruhe und schaue zu, dass ich so schnell wie möglich nach London komme! Wenn ich jetzt in Leonberg bin rufe ich dich an. Und wenn du da bist, dann treffen wir uns und ich erzähle es dir genauer, ok?“

„Ja, ok. SO machen wir das“ sage ich ihr.

Nach einer Weile ruft sie mich an und wir treffen uns. Sie erzählt mir alles haargenau.
Sie hat Hunger. Ich kaufe uns einen Döner und wir essen ihn gemeinsam, weil sie den Ganzen nicht essen kann.

Als ihre S-Bahn ankommt umarmen wir uns und verabschieden uns, weil wir nicht wissen ob wir uns vor ihrer Abreise nach London noch sehen. Ich wünsche ihr viel Glück und Kraft. Ich sage ihr, dass ich das sehr mutig finde, dass sie sich entschieden hat nach London zu gehen. Und sie solle ab und zu mal schreiben.

Keine halbe Stunde später erhalte ich folgende sms die mich sehr berührt hat und mir wichtig ist festgehalten zu werden:

George ich hab dich wirklich sehr lieb. Ich weiß zwar nicht ob ich dich Wiedersehe bevor ich gehe aber eins möchte ich dir sagen. Ich bin dir unwahrscheinlich dankbar für alles auch wenn ich vieles nicht eingehalten habe, bist du der einzige Mensch gewesen der an mich geglaubt hat. Wer auch immer über dich redet hat einfach nur Angst weil er weiß dass du ihn durchschauen kannst. Tue mir einen gefallen und lies eines Tages das Buch: Der Fänger von Roggen. Dann wirst du mich sogar noch ein bisschen besser verstehen. Danke für alles!

 

(c) georg mouratidis 
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