EInfach Freude oder Bestätigung?

Ich hole zwei junge Mädchen von der Berufschule ab. Es ist dunkel. Ich kann nihct sehen wie jung und auch nicht wie sie aussehen. Sie steigen ein.

„Lasst mich raten“ sage ich. „Domizil, stimmts?“

„Ja, wir haben umdisponiert.“
„Wo wolltet ihr erst hin?“
„Ins Deja Vue!“
„Das ist doch eine Spielhalle!“ sage ich.
„Ja, aber da kann man Sisha rauche!“
„Ah, ihr raucht Sisha!“
„Ja“
„Ihr hättet auch ins alegre gehen können. Dort wäre es angenehmer!“
„Wir kommen nicht von hier. Wir wissen das nicht!“

Ich habe vergessen zu erwähnen , dass diese jungen Mädchen, seit sie in mein Taxi eingestiegen sind, an ihren Handys rumgemacht haben. 😀

„Es gibt noch eine Sishabar hier. Aber da passt ihr nicht rein!
„Wie, sind wir etwas zu fett, oder was?“ fragt eines der jungen Mädchen. Das andere lacht.
„Nein, nur zu fein für diese Bar!“
„Ah, danke“ sagt das gleiche Mädchen, dass annahm sie seien zu dick. „Das freut mich!“
„Bitte“ sagte ich „Und weshalb freut es dich?“
Stille!
„Genau, weshalb freut es uns“ fragt sich das andere Mädchen.
„Frauen freut es eben. Sie hören das gerne!“
„Wie alt seid ihr?“ frage ich.
„17“. Beide.
„Aha“, dacht ich mir, „Frauen“ 😀
„Also, ist es pure Freude oder eher Bestätigung?“ frage ich.
Stille. Überleg, Überleg. „Bestätigung“ sagt wieder das Mädchen, das annahm sie seinen zu fett.

Wir sind angekommen. Ich mache das Licht an, damit die Mädels ihr Geld leichter finden. Und schaue in den Rückspiegel. Ich war erschrocken als ich darin sah. Das eine Mädchen – ihr dürft gerne raten welches – war sowas von „über-geschminkt“. Und als sie ausstiegen, sah ich auch noch wie sie angezogen war. nun ja, „Bestätigung pur!“ eben.

(c) georg mouratidis

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Über Gott und die Welt!

Kurzmitteilung

Ein junges Mädchen steigt ein, sagt mir den Zielort und wir fahren los. Sie sagt mir, dass sie ihr Fahrrad jetzt am Bahnhof stehen lässt, da es so bitter kalt ist und es schneit. Morgen wird sie dann runter laufen. aber das sei ok.

Irgendwie kommen wir auch zum „Glauben“. Ich weiß nicht wie, doch plötzlich reden wir darüber. „Glauben Sie an Gott“ frage ich sie. „Ich glaube an eine höhere Macht, ja. Nicht unbedingt Gott, aber etwas Höheres, einen Schöpfer.“

„Und Sie?“ fragt sie mich.
„Nun, ich glaube nicht an den Gott an dem landläufig geglaubt wird. Für mich ist ein Gott bamherzig und immer verzeihend. Egal was jemand tut, er verzeiht. Doch die meisten Gläubigen, ob Christen oder Moslems oder auch Juden glauben an eine „bestrafenden“ Gott. Und das kann ich mir nicht vorstellen. Dann wäre das kein guter Gott für mich!“

„Ja, da stimme ich Ihnen zu“ sagt sie.

Wir reden weiter über Gott, Christentum, Islam, Glauben und vieles Andere in diesem Zusammenhang.

„Mir macht dieses Gespräch sehr viel Freude“ sage ich ihr. „Ja, mir auch. Und das in einem Taxi. Das ist unglaublich. Danke Ihnen!“

„Sehr gerne“ antworte ich. „Haben Sie Lust bei einem Kaffee das Gespräch weiter zu führen?“ frage ich Sie.

„Oh, ja gerne“ sagt Sie „ich möchte vieles Lernen und mir gefällt was Sie sagen. Ich melde mich bei Ihnen.

Sie bezahlt und verschwindet ins Haus.

(c) georg mouratidis

Kann ich oder soll ich?

Ich hole einen jungen Mann beim Porsche ab.

Er setzt sich in mein Taxi und wir fahren los. Er startet ein Gespräch und ich gehe darauf ein. Ich merke, dass er Franzose ist und ein etwas „gebrochenes“ Deutsch spricht. Ich frage ihn, ob er sich auf englisch oder weiterhin auf deutsch unterhalten möchte. Er sagt: „Auf deutsch!“.

„Ok“ sage ich. Und wir unterhalten uns über seine Arbeit, was er bei Porsche gemacht hat und wohin er jetzt fahren möchte.

Am Ziel angekommen, sage ich „25 Euro bitte!“.
„Du kannst 25 schreiben“ sagt er!
„Kann ich, oder soll ich?“ frage ich ihn, mit einem Schmunzeln im Gesicht.
„Was wäre denn hier richtig?“ fragt er mich. „Ich habe so miene Schwierigkeiten mit kann, soll, muss!“
„Also“, sage ich „da es ja von Ihnen abhängt und Sie mir das anbieten, hieße es korrekt ‚darf'“. Also, „Sie dürfen 28 schreiben!“. Dann weiß ich, dass Sie mir das erlauben.

„Und was heißt dann kann und soll?“

„Nun“ sage ich „kann beduetet ‚fähig sein‘. Und ich wäre fähig auch 28 zu schreiben. Sollen,ist ein anderes wort für ‚muss‘ und wollen bedeutet die ‚Absicht haben‘.

„Oh, danke“ sagt er. „Geben Sie mir bitte eine Karte. Wenn ich wieder hier bin und ein Taxi brauche, möchte ich Sie haben!“

Wir lachen beide, ich darf 28 schreiben, er bezahlt und verabschiedet sich.

(c) georg mouratidis